Manchmal sagen Bilder mehr als tausend Worte. Vor allem dann, wenn wie bei Marcus Neufanger in der Galerie van der Grinten in Köln ohnehin vorrangig Worte auf den Bildern stehen. Also lassen wir hier einfach mal die Fotos sprechen. Mit einer klitzekleinen Anmerkung.

Äh: Etwas müssen wir dann doch noch sagen, zur Einordnung:

Seit Jahrzehnten erarbeitet sich Marcus Neufanger einen Künstler*innen-Kosmos, der seiner eigenen, stetig wachsenden Bibliothek mit ihren Monografien und Katalogen entspringt.

Es sind Bildnisse in dreifacher Ausführung: Während die gezeichneten „Portraits“ öffentliche Inszenierungen von Künstler*innen mit Zitaten kombinieren, die Neufanger wichtig sind, abstrahieren die „Vanity Plates“ Künstler*innen auf ihre zur Marke gewordenen Namen, geben ihnen aber durch die Wahl von Farbe und Typografie eine von Neufanger bestimmte (neue) Identität. 

Bei van der Grinten sind Arbeiten aus der dritten Serie „Books“ zu sehen: Porträts der Cover von Büchern oder LPs aus Neufangers Bibliothek, die durch den Farbauftrag eine ganz eigene Sinnlichkeit entwickeln. Das ist nicht einfach abgemalt, sondern individualisierter Teil eines konzeptuellen Werks von hoher Stringenz.

Das gefällt uns schon seit langem sehr. (27.05.2021)

„Marcus Neufanger. Made for Cologne“ ist noch bis zum 5. Juni 2021 in der van der Grinten Galerie in Köln zu sehen.

Reine Bildgebung (1): Joseph Beuys in Wuppertal (Opfer von der Unsichtbarkeits-Maschine)
Reine Bildgebung (2): Brigitte Waldach in Herford

Homepage der van der Grinten Galerie

Reine Bildgebung (3): Marcus Neufanger

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